Elke Maier, 1998: Verwobener Baum / weaved  tree
Elke Maier, 1998: Verwobener Baum / weaved tree
Elke Maier, 2005/6: Installation in der Stiftskirche Wilten Innsbruck
Elke Maier, 2005/6: Installation in der Stiftskirche Wilten Innsbruck

Ich verwende bereits seit mehr als 20 Jahren / seit Jahrzehnten abertausende m haarfeine, kaum sichtbare Fäden zur Realisierung meiner künstlerische Installationen.

Bereits 1998 habe ich mit einem haarfeinen zigtausend Meter langen Unendlich-Faden riesengroße Bäume unter freiem Himmel wie einen Kokon verwoben-

Im Jahre 2003 ging ich mit den Fäden zum ersten Mal in den Innenraum: meine RaumInstallation aus abertausenden haarfeinen Fäden in der Welschen Kirche in der Kulturhauptstadt Graz war ein Beitrag zum Kulturhauptstadt-Projekt des Kulturzentrums bei den Minoriten, Graz "Himmelschwer _ Transformationen der Schwerkraft" / EU-Projekt "Religion - Art - Science" und ist im gleichnamigen Katalog unter dem Titel "Das zweite Wort und das Gewebe" dokumentiert. Meine RaumInstallation wurde in einem TV - Beitrag unter den "100 besondersten Kunstwerken der Welt" gezeigt.

Weitere RaumInstallationen aus abertausenden haarfeinen Fäden folgten 2005 im Innsbrucker Dom und 2006 in der Stiftskirche Wilten in Innsbruck (s. Abb) , in St. Thomas von Aquin, an der Katholischen Akademie in Berlin und in Schloss Bruck in Lienz.
Literatur: Kat. Elke Maier und Georg Planer. Ästhetische Form und Sakralraum. Künstlerische Interventionen. Dom zu St. Jakob / Stiftskirche Wilten, Larcher, Gerhard (Hg.), Kunstraum Kirche, Innsbruck 2006 und Larcher. Gerhard (Hrsg.): Theologie - Kunst - Ästhetik. Kommunikationschancen in Moderne und Gegenwart. Wien 2015 über Elke Maier: S. 34-36. 


Die Fäden sind so hauchdünn, dass sie zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit oszillieren und eigentlich erst im Dialog mit dem (Sonnen)licht in Erscheinung treten.                                    

Gestalt und Raum bilden keine entgegengesetzte Polarität, sondern ein Kontinuum beide gleichermaßen durchwirkender Bewegungen, die sich im Übergang von einem zum anderen vollziehen und sich als Verwandlung vollziehen müssen.              

Die unzähligen Fäden erzeugen einen offenen transparenten Raum, der selbst keine Grenze hat und so innerhalb der Raumgrenzen ein Moment der Unendlichkeit schafft.

Die unzähligen Fäden schaffen zuallererst einen offenen lichten durchsichtigen Raum, der bestenfalls als Ort der Kontemplation erfahrbar ist / offene durchsichtigen Räume, die selbst keine Grenze haben und innerhalb der Raumgrenzen ein Moment der Unendlichkeit schaffen.

Seit Jahrzehnten verwende ich für meine Kunstinstallationen eine Vielzahl feinster weißer, haarfeiner Seidenfäden, die je nachdem wie das Licht zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem oszilliert, immer zwischen Präsenz und Abwesenheit wechseln und erst bei Sonnenschein richtig wahrnehmbar werden wenn sie das Licht reflektieren. Die Fäden sind so dünn, dass sie zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit pendeln und eigentlich nur im Dialog mit dem (Sonnen-)Licht erscheinen.
Seit Jahrzehnten beschäftige ich mich mit künstlerischen Interventionen aus feinsten weißen Seidenfäden.
Es ist schon mehr 20 Jahre her, es war im Jahre 1998, noch vor der Jahrtausendwende, dass ich das erste Mal ein Kunstwerk aus zarten weißen Garnfäden geschaffen habe, indem ich unter freiem Himmel, in der Natur, einen kahlen Baum, mit einem Unendlich-Faden von 60.000 Meter länge wie einen Kokon verwoben habe.
Ich hatte die Intention, "den Lebensraum, den sich der Baum im Laufe seines Lebens erwachsen hat / den der Baum in seine Umgebung hinein-geformt hat / in eine Lichtgestalt zu transformieren!"
Der Raum, und alles was den Raum durchwirkt, ist integraler Bestandteil des Kunstwerkes, ebenso wie dieses integraler Bestandteil des umgebenden Raumes ist und "nur ein Moment innerhalb universeller Bewegungen des Lebens, der Natur, in deren Bewegungsfluss, es sich selbst bewegt.
In der Welschen Kirche in Graz, der Kulturhauptstadt 2003, habe ich dann zum ersten Mal mit dem weißen Garn in einem Innenraum eine Installation realisiert, unter dem Titel "Das zweite Wort und das Gewebe", ein Beitrag zum Ausstellungsprojekt "Himmelschwer. Transformationen der Schwerkraft" / EU-project "GRAVITY. Arts-Religion-Science".

Seither konzentriere ich mich auf künstlerische Interventionen aus tausenden von feinsten weißen Fäden aus Seidengarn.Weitere Projekte - aus tausenden von feinsten weißen Seidenfäden - folgten: in der Stiftskirche Wilten in Innbruck (2006), in der Kollegienkirche in Salzburg (2010), sowie im Stephansdom in Wien (2014)

Die Vielzahl der Fäden erzeugt eine Vielzahl an Reflexionen des Lichtes, durch die sehr hohe Grade an Intensität des Sonnenlichtes im Raum entstehen.
In den Fäden manifestiert sich das einfallende Sonnenlicht. Da die Sonne im Laufe des Tages wandert, sind immer andere Partien Installation erleuchtet oder unsichtbar.
Fäden und Raum werden nicht nebeneinander, sondern ineinander wahrgenommen. Sie sind wechselseitig transparent füreinander.
Die Vielzahl der Fäden lässt einen offenen, transparenten Raum entstehen, der selbst keine Grenze / keinen Körpermantel hat und so innerhalb der Raumgrenzen ein Moment der Unendlichkeit schafft.
Die Fäden schaffen einen von der Raumschale, den Wänden völlig losgelösten, selbstständigen Raumkörper. "Im Inneren des Raumes aus seiner Mitte heraus entfaltet sich ein Raumorganismus", so die Künstlerin, "der sich nicht durch seine Grenzen definiert und von keinem Körpermantel umschlossen ist."
Elke Maier: "Ich denke Form nicht als Grenze, sondern als Prozess, als der Niederschlag von Spuren einer Bewegung (des Lichtes) im Raum.
Gestalt und Raum bilden keine entgegengesetzte Polarität, sondern ein Kontinuum beide gleichermaßen durchwirkender Bewegungen, die sich im Übergang von einem zum anderen vollziehen und sich als Verwandlung vollziehen müssen."

Elke Maier, 2005: Rauminstallation im Innsbrucker Dom
Elke Maier, 2005: Rauminstallation im Innsbrucker Dom

For more than 20 years / for decades I have been using thousands and thousands of / a multitude of finest white silken threads to create my artistic installations.

As early as 1998, I used an infinite thread several thousand meters long to weave huge trees in the open air like cocoons.

                                                                                                          In 2003 I went into the interior with the threads for the first time: my room installation made of thousands and thousands of hair-thin threads in the Welschen Church in the Capital of Culture project Graz was a contribution to the cultural capital project of the cultural center at the Minoriten, Graz "Heavenly Heavens _ Transformations of Gravity" / EU Project "Religion - Art - Science" and is documented in the catalog of the same name under the title "The second word and the fabric". My room installation was shown in a TV report among the "100 most special works of art in the world".

Further room installations made of thousands and thousands of hair-fine threads followed in 2005 in Innsbruck Cathedral and in 2006 in the Wilten collegiate church in Innsbruck (see picture), in St. Thomas Aquinas, at the Catholic Academy in Berlin and in Schloss Bruck in Lienz.                                                              Literature: Kat. Elke Maier and Georg Planer. Aesthetic form and sacred space. Artistic interventions. St. Jakob Cathedral / Wilten Collegiate Church, Larcher, Gerhard (ed.), Kunstraum Kirche, Innsbruck 2006 and Larcher. Gerhard (Ed.): Theology - Art - Aesthetics. Communication opportunities in the modern and present. Vienna 2015 on Elke Maier: pp. 34-36.

                                                                                                                                                                                                                      The threads are so thin that they oscillate between visibility and invisibility and actually only appear in dialogue with the (sun) light.

Shape and space do not form an opposing polarity, but a continuum of both equally effective movements, which take place in the transition from one to the other and must take place as a transformation.

The innumerable threads create an open, transparent space that itself has no boundaries and thus creates a moment of infinity within the boundaries of the room.

The uncountable threads form  first at all an open translucent transparent space, which can be best experienced as a place of contemplation / open translucent transparent spaces that have no limit themselves and thus create a moment of infinity within the boundaries of space.


For decades / for more than 20 years have been using a multitude of the finest white silk threads to create my art installations. The white silken threads are as fine as a hair, which depending upon how the light oscillates between the visible and the invisible, always alternating between presence and absence and only becoming really perceptible when the sun is being reflected. The threads are so thin that they oscillate between visibility and invisibility and actually only appear in dialogue with the (sun) light.
I have been focussing on artistic interventions made of finest white silken threads for decades.
It was more than 20 years ago, it was in 1998, before the turn of the millennium, that I created for the first time a work of art which was made of white threads by drawing a bare tree with an infinity-thread in the open air, in nature - a thread of 60,000 meters in length woven like a cocoon.
At that time, I had the intention of "transforming the space / the vacuum that the tree has grown / has moulded / imprinted into its environment / its surroundings in the course of its life into light / a figure of light."
The space, and everything that interweaves the space, is an integral part of the artwork, just as the artwork is an integral part of the surrounding space and "only a moment within universal movements of life, of nature, in whose flow of movement, it moves itself.
Then, in the Welsch Church in Graz, the cultural capital of 2003, I realized - for the first time - an installation which was made of white silken yarn in an interior space. My work was entitled "The Second Word and the Fabric" , a contribution to the EU project "Transformations of Gravity" / "Arts-Religion-Science".

Since then, I have been focussing on artistic interventions made of thousands of finest white silken yarn threads. Further projects - made of thousands of finest white silken yarn threads - followed:: in the monastery Church Wilten in Innbruck (2006), in the Collegiate (University) Church in Salzburg (2010) as well as in the Saint Stephens` Cathedral in Vienna (2014)

The multitude of threads creates a multitude of reflections of light, resulting in very high degrees of intensity of sunlight in the room.
The incident sunlight manifests itself in the threads. As the sun moves during the day, different and other parts of the thread installation are always illuminated or invisible.
Threads and space are not perceived next to each other, but within each other. They are mutually transparent to each other.
The multiplicity of threads creates an open, transparent space that itself has no boundary / no body shell and thus creates a moment of infinity within the boundaries of space.
The threads visually interpenetrate and create an independent spatial body completely detached from the shell of the room, the walls. "Inside the room from its centre, a spatial organism unfolds," says the artist, "which is no longer defined by its boundaries and (which) is no longer enclosed by any body shell."
Elke Maier: "I don't think of form as a limiting condition / limiting factor, but as a process, as the precipitation of traces of a movement (of light) in space.
Threads and space do not form an opposite polarity, but a continuum of both equally interacting movements that take place in the transition from one to the other and must take place as transformation."

copyright © Elke Maier I +43 650 3474 971  I a1.915399748@a1.net I https://elke-maier.webnode.com I http.elke maier Künstlerin
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