Bibliographie

Kat. Elke Maier - Lichtungen. Eine Raumintervention in der Markuskirche Hannover. Hrsg. Evangelisch-lutherische Apostel- und Markus-Kirchengemeinde. Konzept und Essay von Annegret Kehrbaum, mit einem Interview von Annegret Kehrbaum mit Elke Maier. Hannover 2017.


Kehrbaum, Annegret: "Temporäre Kunst im Kultraum: Transzendenz-Erleben als Wahrnehmungsdialog von Kultur und Religion", in: Minta, Anna (Hrsg.): "Raumkult - Kultraum. Architektur und Ausstattung im posttraditionalen Gemeinschaften", Tagungsband zur Tagung in der Kath. Privat-Universität Linz, 15.-17.3.2018. Bielefeld: Transcript-Verlag 2018, S. 235-249. über Elke Maiers Raumintervention "Lichtungen" in der Markuskirche Hannover


Kunst und Kirche, 04 / 2017, Megaevents -daneben und danach. Mit einem Bericht von Annegret Kehrbaum über Elke Maiers Raumintervention "Lichtungen" in der Markuskirche Hannover, S. 63-65
Larcher. Gerhard (Hrsg.): Theologie - Kunst - Ästhetik. Kommunikationschancen in Moderne und Gegenwart. Wien 2015 über Elke Maier: S. 34-36


Kat. Elke Maier und Georg Planer. Ästhetische Form und Sakralraum. Künstlerische Interventionen. Dom zu St. Jakob / Stiftskirche Wilten, Larcher, Gerhard (Hg.), Kunstraum Kirche, Innsbruck 2006


Kat. Elke Maier. Ins Licht getaucht. Künstlerische Intervention in der Kollegienkirche Salzburg. Hrsg. Michael Karrer, Edition Weihergut / Salzburg / Austria 2010


Kat. Elke Maier and Pere Salinas. Requiem. Edition Weihergut / Salzburg / Austria. Exhibition / Requiem / 2006


Zuckriegl, Margit: Die Oberfläche als Bedeutungsträger, in: Karrer, Michael (Hrsg.): Festspielausstellung 2007. Zwischen Tafelbild und Skulptur - eine Reise durch Raum, Zeit und Material. Edition Weihergut / Salzburg / Austria. Ausstellungskatalog Galerien Weihergut / Salzburg / 2007


Wetzlinger-Grundnig, Christine (Hrsg.): Fokus Sammlung 04. Museum Moderner Kunst Kärnten. Klagenfurt 2013. S. 152: Felice, Magdalena, über: Elke Maier's Eierschalenbirke, 1999/2000, Abb. S. 153


Aigner, Silvie (Hrsg.): Landschaft als Kunstraum, über Elke Maier, S. 166-167, in: K08 Emanzipation und Konfrontation, Springer-Verlag / Wien - New York 2008. Band I, Kunst aus Kärnten. 1945 bis heute 


Maltrovsky, Eva: über: Elke Maier - Hochspannung, Schaukraftwerk Forstsee, in: Aigner, Silvie (Hrsg.): K08 Emanzipation und Konfrontation, Springer-Verlag / Wien - New York 2008. Band IV, In Situ.

Kat. Elke Maier - Hochspannung, Schaukraftwerk Forstsee, Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (Hrsg.), Klagenfurt 2008. Maltrovsky, Eva: Hochspannung. Eine Verwebung der Maschinenhalle von Elke Maier


Alois Kölbl: "Im Barocken Theater zwischen Himmel und Erde". S.106-107, Abb. S. 121: über Elke Maier "Das zweite Wort und das Gewebe". 2003, Installation in der Welschen Kirche, Graz. In: Reinhard Hoeps, Alois Kölbl, Eleonora Louis, Johannes Rauchenberger (Hrsg.): "Himmelschwer. Transformationen der Schwerkraft", Wilhelm Fink Verlag, München 2003


Agnes Husslein-Arco, Veronika Pirker-Aurenhammer (Hgg.): Aktuell restauriert - Das Fastentuch-Fragment des Thomas von Villach, Belvedere, Wien 2015 in Koopertation Abegg-Stifung. S. 97, Abb. 3 : Elke Maier "Fastentuch", Rauminstallation aus Seidenfäden, St. Stephan, Wien, 2014

 

Rückblick. Aschermittwoch der Künstler im Bistum Würzburg 2008-2011. Hofmann, Friedhelm (Hrsg.): Echter Verlag, Würzburg 2017. S. 14-25: über Elke Maier, Raumintervention im Würzburger Neumünster, 06. bis 24. Februar 2008

 

Kat. Elke Maier und Georg Planer. St. Thomas von Aquin. Hrsg. Katholische Akademie in Berlin e.V. Berlin 2006. Mit einem Essay von Martin Knechtges


Kat. Maier, Elke / Planer, Georg (Hgg.): Luna Vista. Eine Begegnung zwischen Himmel und Erde; Museum der Stadt Lienz, Schloss Bruck/Osttirol, Lienz 2007

 

Kat. Serpentin, Hrsg. Serpentin - Steinbildhauer - Symposium, Prägraten am Großvenediger. 1999. Mit einem Vorwort und Essay von Peter Paszkiewicz, St. Margareten, 8. Juli 1999 . Abb. zu Elke Maier, S. 20-23: Eierfels


Kat. Elke Maier. Unter freiem Himmel. Landart-Projekte 1996-2012; Konzeption und Gestaltung: Elke Maier (Hrsg.), Gmünd 2012. Vorwort von Johannes Rauchenberger, Graz 2000 / Essay von Wolfgang Denk, 2012

Fliri, Anna: über Elke Maier, Lichtharfe, Nürnbergkareal Absam, 2017 (S. 14-25). In: Kat. Kunst am Bau 2019, Neue Heimat Tirol, Gemeinnützige WohnungsGmbH (Hrsg.), Innsbruck 2019.


Urs Winter: Über Anschauung zur Deutung des Lebens. Bilder, Zeichen und Symbole im Rahmen der Firmung, in: Ottiger Nicola, Jakobs Monika, Arnold Markus (Hg.), Firmung. Theorie und Praxis eines eigenwilligen Sakraments (Kontext Katechese, Band 2), Netzwerk Katechese und Rex Verlag Luzern, Religionspädagogisches Institut der Universität Luzern 2019, S. 33-41. S. 39-40, über: Temporäre Rauminstallation aus weisser Nähseide durch die Künstlerin Elke Maier in der Moritzkirche Augsburg 2018.

 

Bußmann, Maria, über Elke Maier, in: Kunstforum Montafon (Hrsg.), SilvrettAtelier 2016, S.11, Abb. S. 26/27


Bäumer, Angelica, über Elke Maier, in: Jindrich Streit, Im Zeichen des Kreises. Photodokumentation der Künstlersymposien in und um Schloss Wetzdorf. NÖ Kulturforum (Hrsg.), S.30, Abb. S. 30/31

derStandard.at > Kultur > Bildende Kunst

foto: weingartner 

Die weißen Fäden oszillieren zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit: Elke Maiers Intervention in der Kollegienkirche.

Seidenfäden im Dialog mit dem Licht

21. Dezember 2010, 17:01

Ungewohntes Raumerlebnis: Intervention aus Garn von Elke Maier in der Salzburger Kollegienkirche

Salzburg - Die in Bayern geborene und in Kärnten lebende Elke Maier ist eigentlich Land-Art-Künstlerin. Sie umhüllte Bäume mit Garn oder kleidete Felsen mit Vogelfedern ein. Unter freiem Himmel entwickelte sie aber auch die Idee zu Interventionen in sakralen Räumen. Diese führten die 45-Jährige unter anderem in den Dom zu Klagenfurt sowie in die Welsche Kirche in Graz, wo sie im Kulturhauptstadtjahr 2003 das Projekt Himmelschwer - Transformationen der Schwerkraft realisierte.

In der Salzburger Kollegienkirche, Fischer von Erlachs Barockjuwel, hat Maier mit Unterstützung der Galerie Weihergut nun ein erstaunliches Konzept mit Seidenfäden umgesetzt. Betritt man die Kirche, sind diese hauchdünnen Fäden aus Nähgarn auf den ersten Blick fast unsichtbar und erst nach und nach zu entdecken. Sie spannen sich von den vier Kuppelfenstern hinab zum Boden, wo die Fäden an kreisförmig unter Sand ausgelegten Steinen befestigt sind. Die weißen Fäden oszillieren praktisch permanent zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit und treten erst im Dialog mit dem Licht in Erscheinung.

Je nach Tageszeit verändert sich das Kunstwerk. "Es ist nicht feste Form, sondern Prozess, sichtbarer Niederschlag von Spuren einer Bewegung im Raum, wobei Kunstwerk und Raum keine entgegengesetzte Polarität bilden", sagt Maier. Am effektivsten wirken die Fäden an sonnigen Tagen zwischen zwölf Uhr Mittag und 14 Uhr.

Um dieses Lichtspiel mittels Seidenfäden zu schaffen, waren eine Menge Vorarbeit und höchste Präzision notwendig. Elke Maier schleppte tagelang Sandkübel um Sandkübel in die Kirche, karrte Steine aus der Salzach heran, um in rund 400 Arbeitsstunden eine Intervention herzustellen, deren wesentlicher Aspekt ihre Begehbarkeit darstellt: als Ort kontemplativen Seins. "Diese Intervention muss dem barocken Raumkonzept ganzheitlich antworten", ergänzt Maier.

Ungefähr 70 Kilometer Garn wurden verarbeitet, jeder Faden mittels Spule von oben heruntergelassen und einzeln an einem Stein fixiert. Zur Mitte hin werden die Fäden dichter, sie durchdringen den Raum in seiner ganzen vertikalen Dimension und verbinden die höchsten und tiefsten Punkte der Kirche, wobei die Mitte selbst von Fäden frei bleibt.

Die ständige Verwandlung des Kunstwerks durch den Einfall des natürlichen Lichts ist nur vor Ort wirklich fühlbar und erlebbar. Maier: "Durch dieses wechselnde Licht verändert sich auch die Installation. Sie ist nicht auf Knopfdruck zu kontrollieren und entzieht sich auf diese Weise der

Verfügbarkeit." Licht brauche Materie, und Garn sei das Medium zur Sichtbarmachung des Lichts.

Elke Maier geht dabei auch der Frage nach: "Existiert außerhalb des Sichtbaren noch etwas darüber hinaus?" Die Wirklichkeit ist nicht immer fassbar und messbar. Maier kreiert mit ihren sakralen Installationen neue Wahrnehmungsebenen.

Die Installation ist bis 7. Jänner 2011 zu sehen. Danach werden die Renovierungsarbeiten in der Kollegienkirche fortgesetzt. (Christian Weingartner/DER STANDARD, Printausgabe, 22. 12. 2010)